Die 4-Ebenen-Intervention wurde schon in verschiedenen Regionen in 17 verschiedenen Ländern implemntiert und umfasst die folgenden 4 Ebenen:
1. Kooperation mit Hausärzten
Hausärzte werden eingeladen an Schulungen teilzunehmen, die ihnen vermitteln, wie man eine Depression erkennt, entsprechend behandelt und wie man mit suizidalen Handlungen in der Primärversorgung umgehen sollte. Des Weiteren wird ihnen Informationsmaterial (z.B. Broschüren und Videos) zur Verfügung gestellt, welches sie an ihre Patienten weitergeben können.
2. Öffentlichkeitswirksame Kampagne
Die Bevölkerung wird auf Basis einer breit angelegten Kampagne anhand von Postern, Kinospots, Informationsbroschüren, öffentlichen Veranstaltungen und einer Internetseite über die Themen Depression und Suizidalität aufgeklärt. Ziel ist es, das Wissen über die Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern und die Stigmatisierung von psychisch Kranken zu reduzieren.
3. Weiterbildung von Multiplikatoren
Wichtige Multiplikatoren wie zum Beispiel nicht-medizinisches Fachpersonal, Pastoren, Polizisten, Apotheker, Lehrer, etc., werden zum Thema Depression und Suizidalität fortgebildet. Ebenfalls wird eng mit den regionalen Medienberichterstattern zusammengearbeitet: es werden spezielle Handlungsempfehlungen verteilt und das Personal bzgl. der Berichterstattung bei Suiziden geschult.
4. Angebote für Risikogruppen und die Selbsthilfe
”Notfallkarten”, welche Zugang zu professioneller Hilfe in einer Krise sichern, werden an Risikogruppen verteilt (insbesondere an junge Menschen und Menschen, die gerade einen Suizidversuch durchlebt haben). Ferner werden regionale Selbsthilfeinitiativen ins Leben gerufen bzw. bestehende unterstützt.
Wenn Sie daran interessiert sind, unseren 4-Ebenen-Ansatz zu implementieren, kontaktieren Sie bitte einfach unser Hauptbüro in Leipzig.
Letzte Änderung: 08.02.2012