Depression - Ein wichtiges Public Health Thema
Depressionen sind charakterisiert als wiederkehrende, häufig chronisch verlaufende Erkrankungen, welche die Lebensqualität des Einzelnen stärker beeinflussen können, als viele andere Erkrankungen. Die kürzlich durchgeführte ESEmed Studie stellte unter anderem fest, dass zum Beispiel in Frankreich die 12-Monats-Prävalenz einer Depression in der Altersgruppe der 18-65 Jährigen bei 6,5% liegt; und dass über 21% der Population einmal in ihrem Leben an einer Depression litten (vor dem Interview) (EUPHIX).
Patienten, die an einer schweren Depression leiden, versuchen bzw. begehen häufig einen Suizid als Folge der Erkrankung.
Suizide
Über 90% aller Suizide geschehen im Kontext einer psychischen Erkrankung, wobei die Depression die am wichtigsten zu nennende Erkrankung ist. Jährlich begehen in Europa mehr als 58.000 Menschen einen Suizid. Die Suizidraten reichen hierbei von 5,92 pro 100.000 in Italien bis zu 25 pro 100.000 in Slovenien (WHO Daten, 2001-2003). Europaweit gehört ein Suizid zu der zweithäufigsten Todesursachen bei jungen Männern und zur dritthäufigsten Todesursache bei jungen Frauen. Über 14% aller Suizide geschehen in der Altersgruppe der 15-24 Jährigen (Report on the state of young people’s health in the EU, EC Working Paper). Verglichen zu den tatsächlich erfassten Suiziden, wird angenommen, dass die Anzahl der Suizidversuche weit höher liegt.
Letzte Änderung: 03.02.2012